Schwester Cordula liebt Arztromane
Mehr als eine Lesung.
20:00 Uhr
16,- Euro
„Schwester Cordula“ ist eine schauspielerische Kür für eine Krankenschwester und einen Groschenroman.
(Foto: Antonia Schwarz)
„Mein Gott“, dachte er voller Ehrfurcht, „Was für ein erhabenes Gefühl, ein Arzt zu sein!“
„Seit er sie behandelt hatte, sehnte sie sich danach, in seinen Armen zu liegen. Von diesen Händen, die so geschickt mit Skalpell und Sonden umzugehen wussten, gestreichelt zu werden. von diesen Augen – die kühl
und beobachtend abwägten, bevor der volle Mund die Diagnose aussprach – zärtlich angesehen zu werden. Seine Lippen auf den ihren fühlen…“
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Ein verliebter Oberarzt der Inneren Station, auf dem Gebiet der Herzchirurgie ebenso brillant wie bei Gehirn-Operationen, eine sanfte und bildschöne Fachärztin für Kinderheilkunde, ein französisches Biest, ihres Zeichens Tochter des Klinikbesitzers und Garant für den vakanten Chefarzt-Posten, eine Blinddarm-Operation mitten im afrikanischen Busch, eine russische Ärztin, die für ihre Liebe buchstäblich über Leichen geht…
Schockierend. Leidenschaftlich. Virtuos. Das wahre Leben.
Dutzende von Romanen wurden von Saskia Kästner seziert, gefiltert, gerührt und geschüttelt und zum ‚ultimativen Arztroman’ zusammen gebraut. In „Schwester Cordula liest Arztromane“ verabreicht die Schauspielerin ihrem Publikum liebevoll, mit Witz und großer Lust am Spiel ein zwerchfellerschütterndes, glückseligkeitsspendendes Elixier, getreu dem Motto “Heile Welt fürs kranke Gemüt”. Sie schlüpft in Sekundenbruchteilen in verschiedenste Rollen: als Dr. Jürgen Hartmann, Dr. Elke-Maria Dahlberg oder als intrigante französische Chefarzttochter Judith von Roggenkamp entfacht sie in uns das Feuer echter Leidenschaft. Den Stachel der Eifersucht. Die Furcht vor eiskalter Berechnung. Großen Respekt für wahre medizinische Ethik. Und nicht zuletzt: romantische Gefühle wie im siebten Himmel. Kurz: Kitsch as Kitsch can! Bei ihrem virtuosen Spiel wird Saskia Kästner von Dirk Rave als ‚musiktherapeutischer Langzeit-Zivi’ begleitet.
Und das ist komisch. Unglaublich komisch. Die Berliner Morgenpost schreibt: “Die Besucher grinsen, prusten, lachen.” Der Tagesspiegel ergänzt: “Man kann sich so herrlich dem Kitsch hingeben.” Und selbst die taz analysiert korrekt: “Hier wird noch jeder seelische Klumpfuß in zarte rosa Söckchen gesteckt” und schließt mit den Worten: “Ja! Seufz!”
Saskia Kästner ist Schwester Cordula & Dirk Rave / Akkordeon









